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Das Ende unseres Versandes per DPD

Ja, wir sind unseren Prinzipien eine Zeit lang untreu geworden. Der DPD bietet unschlagbar günstige Versandkonditionen, Versicherung bis 500 €, stellt Versandmaterialien wie Adress-Aufkleber und Klebeband kostenlos zur Verfügung, und liefert in der Regel schon am nächsten Tag aus. Unsere Paket-Laufzeit: durchschnittlich 24 Stunden. Das ist super, ein versichertes Paket mit Nachweis, speziell für einen Preis, der unter dem für ein DHL-Päckchen (ohne Nachweis und Versicherung) liegt.

Der Grund, weshalb wir das in Zukunft nicht mehr nutzen werden ist,  dass ich mit der Qualität der Zustellung extrem unzufrieden bin. Bei den versendeten Paketen hat es satte 6 % an Nachfragen und Reklamationen, bzw. mir unverständliche Rücksendungen wegen Adressfehler gegeben (DHL war sehr wohl in der Lage, an exakt diese Adressen zu liefern). Zudem musste ich, trotz Versicherung, jedesmal selber den beschädigten Inhalt ersetzen. Die Versicherung ist wohl eine „Never-Pay“-Versicherung: Immer ist entweder der Versender schuld, oder der Empfänger, der das Paket so trotz unsichtbarer Beschädigung angenommen hat. Wobei noch anzumerken ist, dass für die DPD-Sendungen extra eine stabilere (und teurere) Verpackung verwendet wurde.

Diesem Retour-Paket ist deutlich anzusehen, welche Strapazen bei der Zustellung unternommen wurden

Diesem Retour-Paket ist deutlich anzusehen, welche Strapazen bei der Zustellung unternommen wurden

Anyhow, das macht eine Fehlerquote beim DPD von 6%, und Mehrkosten meinerseits von ettlichen 100 Euros für erneuten Versand und für Ersatzprodukte bei den DPD-Sendungen, und negative Bwertungen trotz der sehr schnellen Zustellung. Nur zum Vergleich: DHL bzw. die Deutsche Post (Warensendung) haben es bei dem 25-fachen Paketaufkommen in den letzten beiden Jahren auf eine Fehlerquote von 0,19 % gebracht.

Immerhin, Versuch macht kluch, und den Praxistest war es wert. Aber noch ein schlauer Spruch dazu: Sparen kann teuer sein.

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Versand als Sparsendung der Deutschen Post – wieder was gelernt zur Warensendung

Die Post bietet einen schönen Service an: Briefmarken direkt im Internet kaufen, selber (auf einem Druckbogen nach Wahl; mit wirklich großer Auswahl) ausdrucken, und sogar teilweise selber gestalten. Bedarf kaufen – aktuell gestalten – per Giropay bezahlen. Wir nehmen natürlich die herbstliche Blume, die dem Megavitalis-Logo recht nahe kommt.
Die böse Überraschung kommt nach einer Woche. Innerhalb von drei Tagen (5 Werktage nach Versand) nach der Umstellung auf die neuen Briefmarken gibt es gleich sechs Nachfragen „Wo bleibt meine Bestellung?“. Mehr als im ganzen Halbjahr zuvor. Und völlig berechtigte Nachfragen – die Ware ist noch am Bestelltag in die Post gegangen – wo ist sie hin? Und noch etwas fällt auf: Alle fraglichen Sendungen waren mit den „neuen“ Internet-Marken der Post frankiert.

Briefmarken direkt im Internet kaufen

Briefmarken direkt im Internet kaufen

Es ist naheliegend, da einen Zusammenhang zu vermuten. Bis Ende September, also solange alle Sendungen noch mit normalen Briefmarken frankier waren,  kamen unsere Warensendungen fast immer innerhalb der angegebenen Mindest-Frist von 3 Werktagen nach Versand an, meist sogar schneller. Nach der Umstellung auf Internet-Marken nicht mehr.

Die Lösung wussten unsere Kollegen von Paketda.de (http://www.paketda.de/logistik-sparversand.php). Krass: Das liegt tatsächlich an den Internet-Marken. Hier die Zusammenfassung von deren Recherchen:
Um das Prinzip des Sparversand zu verstehen, muss man wissen, dass die Deutsche Post zwei unterschiedliche Prioritäten für die Sendungsbeförderung hat: Schnell und weniger schnell. Im schnellen Transportnetz werden Standardbriefe, Postkarten, etc. über Nacht transportiert. Alles, was zum Normalpreis frankiert wurde, wird von der Deutschen Post i.d.R. binnen 24 Stunden beim Empfänger zugestellt. Demgegenüber gibt es auch rabattierte d.h. günstigere Versandformen, wie z.B. Warensendungen. Solche Sendungen bearbeitet die Deutsche Post tagsüber, wenn im Postzentrum nicht soviel zu tun ist und belohnt  dies mit günstigerem Porto. Denn dadurch werden die Postzentren in der Nacht entlastet und tagsüber besser ausgelastet, was sich vor allem betriebswirtschaftlich rechnet. Für die Post jedenfalls.

Dazu muss die Post, bzw. die Rechner und Scanner, die die Post beim Eingang einlesen, natürlich erst mal erkennen und unterscheiden, was denn „schnelle Post“ ist und was nicht. Und genau da liegt das Problem mit den Internet-Marken: die Internetmarken enthalten einen Produktcode, der im Postzentrum eine automatische Trennung der Warensenbdung von Standardbriefen bewirkt. Wenn man z. B. einen regulären Großbrief für € 1,45 mit einer Internetmarke für € 1,65 frankiert (grade nichts anderes zur Hand), ist dieser definitiv nicht am Folgetag beim Empfänger, weil ihn die Sortieranlagen als Warensendung identifizieren. Mit klassischen Klebemarken auf der Warensendung scheint die Trennung nicht richtig zu funktionieren – und das ist auch gut so.

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Wann der „postman“ dreimal klingelt?

Rchtig, der postman, zu Deutsch: Briefträger. Wir versenden, was eben geht, als Warensendung der deutschen Post. Der Briefträger bringt Ihre Bestellung, und nicht der Paketdienst oder der Paketfahrer. Die Warensendungen, die Ihnen der Briefträger bringt,  sind nicht immer schnell, aber günstig und zuverlässig. Sie zahlen bei uns deshalb nur 1,00 € für Versand und Verpackung. Und nehmen damit auch in Kauf, dass die Lieferzeit per Briefträger typischerweise 2 – 4 Tage beträgt.

Nicht immer schnell, aber günstig und zuverlässig. Was bedeutet das in Zahlen?
Im letzten Jahr lag der Prozentsatz von Bestellungen, bei denen es berechtigte Nachfragen und Reklamationen zu den Warensendungen der deutschen Post gab, bei 0,8 % aller Lieferungen.
Zuerst mal: Was bedeutet bei uns „berechtigte Nachfrage oder Reklamation“? Eine Warensendung kann schon mal eine Woche (also 5 Werktage = 7 Lebenstage) unterwegs sein. Meist geht es schneller, wenn auch selten schon am nächsten oder übernächsten Tag. Der Grund ist angeblich (sagt der freundliche Postler von nebenan, der unsere Warensendungen immer stempelt und abschickt ), dass die Post Warensendungen erst dann abarbeitet, wenn die regulären Briefe durch sind.  Und wenn das heute nicht mehr geht wegen zu vieler Briefe, dann eben morgen. Die Post-Mitarbeiter haben noch eine geregelte Arbeitszeit, das respektiere ich ohne jeglichen Zynismus. Warum soll das bei denen anders sein als bei z. b. beim Edeka um die Ecke, beim Finanzamt, im Kinderhort  oder bei meinem Frisör oder meiner Autowerkstatt?
Unsere bislang einzige Negativbewertung beim Amazon-Shop, von einem Herrn Sturm (!) war auch wegen „zu langsame lieferung „. Dabei war das eine ganz typische Bestellung und Sendung: Bestelldatum: 19. 4. nach 18 Uhr; versendet daher am 20. 4. (Freitag), ausgeliefert Dienstag, 24. 4. Herr Sturm hat bei der Bestellung zwar akzeptiert, dass es bis zum Freitag, dem 27.  dauern kann, bis die Ware als Warensendung bei ihm eintrifft, trotzdem bestand er auf einer negativen Bewertung.  Zu der „heute bestellt – kostenlose Lieferung – morgen da“- Mentalität sage ich in einem der nächsten Beiträge noch was. Hier schon mal ein Link zum Thema, als kleine Einstimmung, auf wessen Kosten das geht.

Also 0,8 % berechtigte Reklamationen bei den Warensendungen – ist das viel? Zum Vergleich:  Berechtigte Reklamationen bei anderen Paket-Versendern. DHL-Päckchen bringen es auf stolze 4%, meist wegen Bruch, und als wir noch viel mit DPD oder GLS versendeten, lag der Anteil über 10 %, typischerweise wegen Bruch und wegen Paket weg. Letzteres nicht, weil die Zusteller das Paket klauen, sondern weil die es wegen ihrer  Quote irgendwo abgeben müssen, und oft nicht ganz exakt mit den Angaben sind, wo genau sie es denn abgegeben haben. Bis auf Eines konnten alle Pakete letztendlich von den Empfängern durch intensive Befragungen aller möglichen Nachbarn aufgespürt werden. Dieser Paketversand kann schnell, und trotzdem zeitaufwändig sein.

Und was den Bruch angeht: Den hatten wir mit unseren Warensendungen nur ein einziges Mal, und da muss der Briefträger am Haus des Kunden versucht haben, die Sendung irgendwie und mit Gewalt in den Hausbriefkasten zu stopfen. Erfolglos, denn das Paket wurde in beklagenswertem Zustand vor dem Haus aufgefunden, das Massageöl befand sich teilweise noch an der Hauswand. Gottseidank ein Einzelfall.

Was nicht in den Briefkasten passt, wird passend gemacht. Gottseidank ein Einzelfall.

Was nicht in den Briefkasten passt, wird passend gemacht. Gottseidank ein Einzelfall (Kundenbild).

Das objektive Kriterium, ob etwas „gut“ verpackt ist, ist immer der Falltest. Den fordern alle Post- und Paketdienste, um sicherzustellen, dass unser gutes Massageöl beispielsweise nicht schon beim Sortieren der Pakete im Depot ausläuft: Eine versandfertig verpackte Sendung nehmen, und aus 1 Meter Höhe erst einmal flach, dann einmal hochkant und schließlich einmal auf die Ecke fallen lassen. Es muss sich in jeder Runde um dasselbe Paket (bzw. dieselbe Warensendung) handeln, und es muss jedes Mal auf einen Betonboden fallen, und nicht etwa auf eine Polsterunterlage oder Matratze beispielsweise. Unsere Verpackungen stehen das allesamt problemlos durch.

Es bleibt eine letzte Frage: In welchen Gegenden treten diese Probleme besonders  oft auf? Oder anders gefragt – da die Warensendungen ja immer hinten an stehen müssen, welche Post-Depots sind so stark ausgelastet, dass Warensendungen regelmäßig länger als normal brauchen? Antwort: Es gibt drei Gegenden, aus denen regelmäßig (berechtigte) Nachfragen kommen.
Platz 3: abgelegene Regionen in Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg (Schwaben). Vielleicht kommt die Post da sowieso nur ein- oder zweimal pro Woche. Kein Scherz, sondern Betriebswirtschaft.
Platz 2: die enge Nachbarschaft hier im Umkreis von Osnabrück. Eine Warensendung von Osnabrück nach Mettingen brauchte beispielsweise 7 Werktage (Durchschnitt: 5 Werktage im 50-km-Umkreis). Die Entfernung nach Mettingen beträgt aber nur 26 km, das entspricht einer durchschnittlichen Liefergeschwindigkeit von ca. 20 cm pro Stunde . Echte Schneckenpost, wobei  eine schnelle Schnecke (Rennschnecke „Zoomer“ beispielsweise) 20 cm in weniger als 3 Minuten schafft. Trotzdem schwer verständlich, das. Das zuständige Depot in Greven ist neu und ziemlich groß, und sollte entsprechend leistungsfähig sein.
Und mit Abstand auf Platz 1: Berlin und Umland. 80 % alle ernsthaften Probleme (d. h. Lieferzeiten von deutlich mehr als einer Woche) mit unseren Warensendungen traten in Berlin oder im Umkreis von Berlin auf. Es sieht so aus, als wenn die Post da ein Depot betreibt, in dem die Kapazitäten sehr, sehr eng geplant sind.

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