Archiv der Kategorie: Sanddorn

Beiträge zum Thema Sanddorn

Die Sanddorn-Ernte im Fernsehen – Link zur N3-Reportage

Unter dem Titel „Die Nordreportage: Sanddorn. Die Zitrone des Nordens ist reif“.
berichtet der NDR am

Montag, 24. November 2014, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 28. November 2014, 13:00 bis 13:30 Uhr

über die Ernte und Verarbeitung von Sanddorn. Das Video dazu gibt es unter:

http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Die-Zitrone-des-Nordens-ist-reif,sendung306226.html

Wie man sich vielleicht vorstellen kann, ist die Ernte und Verarbeitung von Früchten, die so eng an einem stark bedornten Zweig reifen, nicht ganz einfach.
Sanddorn

 

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Der Herbst kommt..

ab Donnerstag soll es soweit sein. Es wird Zeit, die Haut auf stürmische Winde und Regen, und auch auf die Heizungsperiode vorzubereiten. Wer Anderen jetzt etwas Gutes tun möchte, verschenkt Hautpflege. Unsere Produkte pflegen nicht nur, sie machen auch im Präsentkorb eine gute Figur:

Das bewährte Massageöl Siam, Jojoba- oder Mandelöl und ein Lippenpflege-Stift mit Sanddorn – der Herbst kann kommen.

Mit ein paar herbstlichen Acessoires dekoriert, im traditionellen „Kartoffelkorb“ angeordnet…

und hübsch verpackt – fertig ist das perfekte Geschenk.

 

Unsere Haut im Winter – für Viele ein Problem

Für uns norddeutschen Flachländler war der Winter bis Ende Januar eine feuchte, windige, aber nahezu frostfreie Angelegenheit. Auch wenn Wind und Regen manchmal durch die Regenjacke pusteten – für Leute wie mich, die unter lästigen Problemen mit trockener Haut leiden, ging es fast nicht besser. Schneeromantik und klirrende Kälte draußen verlieren schnell fast jeden Reiz, wenn als Belohnung für den Ausflug in die Winterkälte trockene, schuppige Gesichtshaut übrig bleibt. Der einzige Reiz, der mir bei frostigem Wetter bleibt, ist Juckreiz, und der wird auch nicht besser, wenn man endlich zu Hause angekommen ist. Heizung aufdrehen, und sich wärmen ist angenehm, aber das mollig-warme Klima in der Wohnung und der kalte Wind draußen haben leider eines gemeinsam: Die Luftfeuchtigkeit ist extrem niedrig. Und die Gesichtshaut sieht aus wie rohes Hackfleisch, wenn man nichts unternimmt.

winterlandschaft

Winter im Tecklenburger Land

Man muss weder Physiker noch Dermatologe sein, um zu verstehen, dass eine relative Luftfeuchte von mindestens 50% für unsere Haut gut ist, und warum. Trockenere Luft entzieht unserer Haut Wasser. Das ist rein physikalisch nicht anders, als wenn man ein Glas Wasser (Wassergehalt 100%) auf dem dem Küchentisch um 90 Grad dreht (auskippt): das Wasser fließt auf den Küchentisch ( 0% Wassergehalt), oder dasselbe in der Badewanne macht: Wassergehalt des Badewassers ca. 100%, Ergebnis: Das Wasser bleibt im Glas. Die kalte Luft, die die Hochdruckgebiete über Osteuropa für das klare Frostwetter a la Dr. Shivago zu uns bringen, zeichnen sich durch relative Luftfeuchten von 30% oder weniger aus. Die Luft kommt vom trockenen, osteuropäischen Festland zu uns, und nicht von der Nordsee oder von dem Atlantik, wo sie Feuchte tanken kann.

Und warum wird das in der heimischen, gut beheizten Wohnung nicht besser, sondern eher schlimmer?  Weil die relative Luftfeuchte von der Temperatur abhängt. Bei 0°C wird die Wasser (Feuchtigkeits-) Sättigung der Luft (100% relative Feuchte) schon bei 4,9 g Wasser/Kubikmeter erreicht. Bei 20°C sind es bereits 17,3 g Wasser/Kubikmeter, die für 100 % Feuchte nötig sind. Kalte Luft mit 100 % relativer Luftfeuchte, die im Winter durch das offene Fenster in die Wohnung dringt, enthält 4,9 g Wasser/Kubikmeter. Die strömt durch das Fenster in die warme Wohnung Aufgewärmt auf 20 Grad Celsius sind das nur noch 28 % relative Luftfeuchte für dieselbe frische Luft, ohne dass auch nur ein Tropfen Wasser verschwunden wäre. Darum heißt es ja „Relative“ Luftfeuchte (und nicht „absolute“), und diese physikalische Größe ist für unsere Haut von größter Bedeutung.

Unterhalb von ca. 50 % relativer Luftfeuchte gibt unsere Haut, ähnlich wie das Glas Wasser, welches  auf dem Küchentisch und nicht in der Badewanne umfällt, Wasser ab. Was dann weiter bei Winterwetter passiert, ist abhängig vom Hauttyp und vom Hautbild.

Der Hauttyp ist uns genetisch vorgegeben – leider. Das Hautbild, also die Erscheinung, wie wir uns nach aussen präsentieren, können wir allerdings selber beeinflussen. Dazu müssen wir zuerst mal wissen oder lernen, welchen Hauttyp wir eigentlich haben. Den: Unabhängig vom Hauttyp unterliegt das Hautbild den Einflüssen der Umwelt und unserer „zeitnahen Geschichte“. Toller Ausdruck, der aber nur besagt, dass man morgens schon an der Haut sehen kann, wer am Abend vorher zu lange unterwegs war und evtl. auch noch geraucht und getrunken hat. Sonne Wind und ständige Temperaturschwankungen trocknen die Haut ebenfalls aus. Das sind aber nicht die einzigen Faktoren; alles was man seinem Körper zuführt oder antut, innerlich sowohl als auch äußerlich hinterlässt Spuren. Ob es nun wenig Schlaf, ungesundes Essen, Stress oder Arbeit unter freiem Himmel bei jeder Witterung, oder oft einfach nur mangelnde Pflege ist – dagegen kann man was tun…

Nomen est omen Teil 2:

Was hat das nun mit dem Pferd (altgriechisch: hippos), bzw. gar mit einem leuchtenden Pferd (altgriechisch phaes = leuchtend) zu tun?
Die traditionellen deutschen Namen zeigen es klar: Man wusste anscheinend, vor der Entdeckung der Vitamine und der Bestimmung der Vitamingehalte diverser Früchte, lange Zeit nicht so recht, was mit dem Sanddorn und dessen reifen Früchten anzustellen ist. Nicht nur die überlieferten deutschen Namen (voriger Beitrag), sondern auch der botanische Name zeugen davon. Carl von Linne hatte wohl gehört oder gelesen, dass es traditionelle Nutzungen von Sanddorn geben soll, die über die Befestigung von lockeren Böden hinausgehen, und dass man mit dem Verzehr bestimmter Pflanzenteilen positive Wirkungen erzielen kann.
Aber er hat die Namensgebung trotzdem gründlich vermasselt, denn er verwechselte die Wirkung von Sanddorn mit einer anderen Pflanze. Nach L. Lavens „Erklärungen der wissenschaftlichen Pflanzennamen“ ist Hippophaeos der Name einer dornigen Pflanze, die im alten Griechenland verwendet wurde, um (und das ist sehr unklar) bei Pferden entweder  das Fell oder die Augen zum Leuchten zu bringen.
Bei Pferden oder bei Pferdekäufern? Euphorbia spinosa (die dornige Wolfsmilch) ist der wahrscheinlichste Kandidat für „die Pflanze, die leuchtende Pferde macht“. Wer sich die dornige Wolfsmilch mal ansehen möchte: hier. Eine geringe Ähnlichkeit mit dem männlichen Sandorn ist da. Gering bis maximal eher sehr  gering:


Da aber alle Wolfsmilchgewächse nicht ohne Grund, sondern aufgrund diverser Alkaloide mit unklaren Wirkungen auf die menschliche Wahrnehmungsfähigkeiten „Wolfsmilch (Milch, die in den Kopf beisst wie ein Wolf) “ bzw. botanisch „Euphorbia (sieht Dinge, die nicht da sind)“ heissen, kann das Leuchten der Pferde auch gut im Auge der euphorbischen, wolfsmilchtrinkenden  Pferdezüchter – und – käufer gelegen haben. Assoziationen mit der „Löwenmilch“ (Raki), die in einigen Ländern Touristen den Teppichkauf erleichtern soll, drängen sich auf.
Carolus Linnaeus der Große  ist bei der Namensgebung des Sanddorns schlicht und einfach auf die Überlieferungen von Pferdeverkäufern reingefallen, die Kunden unter Drogen setzen, um ein vielleicht nicht mehr ganz so frisches Pferd gewinnbringend zu verkaufen.

Trotzdem klingt „hippophae“ romantischer und wertvoller als  „arenaspiner (Sand-Dorn auf Latein)“. Ein sehr ähnlicher Name wird in einem großen Online-Spiel verwendet, und zwar nicht für die Guten.

Die Zitrone des Nordens …

Nomen est omen: was die Namen aussagen.
Schlägt man in alten Büchern oder im Internet nach, oder befragt Eingeborene, so finden sich für den Sanddorn zahllose Namen, die fast alle auf die wehrhaften Stacheln, auf die Farbe der reifen Früchte oder auf das Vorkommen auf den sandigen Böden an der Nord- und Ostsee anspielen: Dünendorn, Audorn, Haffdorn, Seedorn, Rote Schlehe, Falsche Schlehe, Sandbeere, Feuerdorn, Meerdorn, Seedorn, Weidendorn, Fasanbeere, Korallenbaum, Stranddorn oder Dünendorn, etc. Lediglich die „Rote Schlehe“, und, wenn auch mit einem etwas negativen Unterton, die „Falsche Schlehe“ spielen auf eine Nutzung des Sanddorns bzw. seiner Früchte an.
Der reißerische Name „Die Zitrone des Nordens“ hat, im Gegensatz zu den oben erwähnten Namen, keine allzulange heimische Tradition; zumindest nicht für Sanddorn. Er ist auf moderne Werbemaßnahmen zurückzuführen, und spielt auf den hohen Vitamin C- Gehalt der Früchte an. Nach der Enteckung des Vitamin C (Identifikation von Ascorbinsäure als Anti-Skorbut-Vitamin) in den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts, und der nachfolgenden Bestimmung der Vitamin C-Gehalte in diversen Pflanzen und Pflanzenteilen stellte sich heraus, dass Sanddornbeeren mehr Vitamin C enthalten als Zitronen. Für die aufkommende Anwendung, Nutzung und Vermarktung von Sanddorn-Produkten in Deutschland ein perfekter Slogan.
Dabei ist die Bezeichnung „Zitrone des Nordens“ nicht neu, sie wurde lediglich an einen neuen Preisträger verliehen. Den Titel als „Zitrone Nr. 1“ führte (aufgrund ihrer „zitronengelben“ Farbe) für die Zeit davor nämlich die Quitte.

Apfel Quitte

Hat der rechte Apfel etwa auch Gelbsucht?

Leider war „quittengelb“, als Synoym für Zitronengelb, nach dem ersten Weltkrieg zu einer anderen Bezeichnung (bzw. Beschreibung) für die Hautfarbe von Gelbsuchtkranken (meist Hepatitis-Patienten mit Leberversagen) geworden. In der Beschreibung zwar sehr zutreffend, aber das passte gar nicht mehr zum Image eines gesunden Obstes, wie es auch die Quitte ist. Kinderfragen in der Art wie“ Mami, hat dieser Apfel auch Gelbsucht?“ ruinierten den Ruf der Quitte endgültig, und die goldene Zitrone ging, nach ca. 50 Jahren Vakanz, an den Sanddorn.
Das war nach der Entdeckung des Vitamin C. Es sei nochmal drauf hingewiesen, was alle oben erwähnten, traditionellen Namen aussagen (die z. T. Jahrhunderte älter sind als die „Zitrone“): Da steht diese dornige Pflanze halt am Strand oder im Sand, oder auf den Dünen rum. Traditionelle Namen enthalten fast immer beschreibende Hinweise auf die Nutzung der Pflanzen. Bei Sanddorn: Fehlanzeige. Nichts von lecker, gesund oder hilft gegen Vitamin C-Mangel. In Deutschland war die heilende Wirkung kaum bekannt. Gegen Skorbut (= Scharbock, = Vitamin C-Mangel) wurde traditionell das Scharbockskraut gegessen. Der Name sagt alles. Scharbockskraut gibt es allerdings nur im Frühjahr, und ist, selbst mit viel Naturverbundenheit und viel Gewürz beurteilt, nicht sehr lecker. Während und nach der Blüte ist es sogar giftig. Sanddornprodukte wären eine leckerere Alternative gewesen. Aber das wusste in Deutschland für lange Zeit fast niemand.

Wissenswertes über Sanddorn, Teil 2

Der Name der … Rose?
Im Falle der Robinie, die viele Ähnlichkeiten mit Sanddorn hat (korrekt: hatte), und die ich deshalb schon im vorigen Beitrag mit dem Sanddorn verglichen habe, ist der Name in jeder Hinsicht klar und logisch: Robinie. Botanisch: Robinia pseudoacacia L.
Ein gewisser Jean Robin führte im frühen 17. Jahrhundert diesen Baum wieder in Europa ein. Falsche Akazie oder Scheinakazie (wegen der Blätter, die an die Blätter einiger Akazien-Arten erinnern) sind die Trivialnamen, unter denen die Robinie damals auch bekannt wurde. Damit vergibt sich der botanische Name (Robinia pseudoacacia) quasi von selber. Es sei noch richtig gestellt, dass Jean Robin (der der Hofgärtner der französischen Könige Heinrich 3 und 4, sowie von Ludwig Nr. 13 war), diesen Namen nicht selber erfand, sondern Carl von Linné den fast 100 Jahre später, Robins zu Ehren, erst vergab. Über die Namensgebung der Robinie ist damit alles gesagt. Der „Silberregen“ (wegen der Form und Farbe der Blütenstände) kam erst später, und wurde erst in unserem Baumarkt- und Gartencenter- Damit ist über den Namen „Robinie“ alles gesagt.
Im Falle unseres Sanddorns ist die Angelegenheit weitaus komplexer. Sanddorn war schon immer da, er wurde nicht von Jean Sand oder von Captain Dorn eingeführt. Auf Latein ist harena = Sand, und spina = Dorn. Daraus sollte der botanische Name eigentlich bestehen. Tatsächlich heisst der Sanddorn aber Hippophae rhamnoides L.
Wie kommt das? Was wusste, damals, um 1750, Carl von Linné über Sanddorn, dass er diesen Namen auswählte, bzw. aus einer altgriechischen Beschreibung übernahm?

Wissenswertes über Sanddorn, Teil 1

Die frühe Geschichte: Seit wann gibt es Sanddorn in Deutschland?
Praktisch schon immer. Sanddorn gehört zu den wenigen Pflanzenarten, die in Europa die letzte Eiszeit überlebt haben. Als vor etwa 30.000 Jahren das Klima kälter wurde, und das Eis aus dem Norden immer weiter nach Süden vordrang, starben viele Pflanzen- und Tierarten in Europa aus. Man darf sich das nicht so vorstellen, dass es „über Nacht“ einen Klimawandel gab, nein, die Abkühlung erfolgte über einen Zeitraum von fast 10.000 Jahren. Das ist doppelt so lange, wie seit dem Bau der großen Pyramiden in Ägypten vergangen ist, und fünfmal so lange, wie seit der Kreuzigung Jesu verging. Pflanzen hatten also Zeit, nach Süden zu wandern. Natürlich nicht als Individuum, sondern als Art, die sich über die Generationen dabei in gewissen Grenzen an das sich ändernde Klima anpassen konnte.
Europa wurde während der Eiszeiten jeoch eine Todesfalle für Pflanzenarten, die nicht ausreichend kälte- und trockenresistent waren. Im Gegensatz zu Nordamerika, wo die hohen Gebirge in Nord-Süd-Richtung verlaufen, versperren in Europa die Pyrenäen, die Alpen und die Berge des nördlichen Balkans den Fluchtweg in den Süden. Denn diese Gebirge vereisten ebenfalls und sendeten ihrerseits Gletscher in Richtung Nord- und Mitteleuropa aus.
Auch wenn die letzte Eiszeit nicht soweit fortschritt, wie die davor, und Norddeutschland nicht unter Eis begrub, die Temperaturen sanken extrem (das Jahresmittel lag bei 5 Grad; heute: 14 Grad). Es war so viel Wasser als Eis gebunden, dass der Meeresspiegel global um 120 m tiefer als heute. Die Nordsee war eine kälte, öde Ebene mit ein paar Mammuts drin. Nicht viel mehr, denn die letzte Eiszeit liess viele Tierarten aussterben, darunter auch viele Insekten. Nicht, dass einem Mammut beispielsweise die Mückenschwärme fehlen würden, nein, für Pflanzen bedeutet das Fehlen von Insekten: die Bestäuber fehlen. Unser Sanddorn ist da jedoch fein raus, denn er kann sich vegetativ durch unterirdische Ausläufer weiter vermehren und Richtung Süden wandern.
Den Höhepunkt der letzten Eiszeit (etwa 15.000 vor Christi) überlebten nur wenige europäische Pflanzenarten: Buche, Hasel, Birke, Eibe, Kiefer, Heckenrose, einige Eichen, – und der Sanddorn. Pollenanalysen belegen, dass Sanddorn im Salzburger Land die letzte Eiszeit überstand, und mit der langsamen Erwärmung, die vor 10.000 Jahren einsetzte, wanderte der Sanddorn wieder nach Norden, dem zurückweichenden Eis folgend.
Sand-Dorn
Als Relikte aus dieser harten Zeit hat sich der Sanddorn ein paar Eigenschaften erhalten, die heute noch an den meisten Sanddornpflanzen zu sehen und zu finden sind. Auf die unterirdischen Ausläufer, die heutzutage unter gärtnerischen Gesichtspunkten sehr lästig sind, habe ich hingewiesen. Die scharfen Dornen schützen sehr effektiv vor Fraßfeinden, damals, als es gegen Mammuts ging, ebenso wie heute. Und hinsichtlich der Düngung, bzw. der Nährstoffversorgung ist der Sanddorn ebenfalls ungewöhnlich. Wurzelknöllchen, die symbiotische Bakterien enthalten und die Stickstoff-Versorgung der Pflanze übernehmen, gibt es bei mehreren Pflanzenfamilien. Die Leguminosen (Fabaceae) und ihre Symbiosen mit Rhizobium sind das Paradebeispiel dafür.  Sanddorn hingegen lebt in Symbiose mit Frankia-Arten. Irgendetwas an dieser Symbiose muss den entscheidenden Unterschied ausgemacht haben. Die Robinie ist heutzutage wieder ein ganz alltäglicher Baum in Mitteleuropa. Die Robinie ist eine Fabaceae, mit symbiotischen Wurzelknöllchen, mit Stacheln, und begrenzter Fähigkeit zur Ausläufer-Bildung. Im Gegensatz zum Sanddorn hat die Robinie die letzte Eiszeit in Europa jedoch nicht überlebt. Fast alle heimischen Robinien, die heute an Straßen und Plätzen stehen, gehen auf die Pflanzen von Jean Robin zurück, der zwischen 1623 und 1635 diesen Baum aus Nordamerika nach Frankreich einführte.

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