Versand als Sparsendung der Deutschen Post – wieder was gelernt zur Warensendung

Die Post bietet einen schönen Service an: Briefmarken direkt im Internet kaufen, selber (auf einem Druckbogen nach Wahl; mit wirklich großer Auswahl) ausdrucken, und sogar teilweise selber gestalten. Bedarf kaufen – aktuell gestalten – per Giropay bezahlen. Wir nehmen natürlich die herbstliche Blume, die dem Megavitalis-Logo recht nahe kommt.
Die böse Überraschung kommt nach einer Woche. Innerhalb von drei Tagen (5 Werktage nach Versand) nach der Umstellung auf die neuen Briefmarken gibt es gleich sechs Nachfragen „Wo bleibt meine Bestellung?“. Mehr als im ganzen Halbjahr zuvor. Und völlig berechtigte Nachfragen – die Ware ist noch am Bestelltag in die Post gegangen – wo ist sie hin? Und noch etwas fällt auf: Alle fraglichen Sendungen waren mit den „neuen“ Internet-Marken der Post frankiert.

Briefmarken direkt im Internet kaufen

Briefmarken direkt im Internet kaufen

Es ist naheliegend, da einen Zusammenhang zu vermuten. Bis Ende September, also solange alle Sendungen noch mit normalen Briefmarken frankier waren,  kamen unsere Warensendungen fast immer innerhalb der angegebenen Mindest-Frist von 3 Werktagen nach Versand an, meist sogar schneller. Nach der Umstellung auf Internet-Marken nicht mehr.

Die Lösung wussten unsere Kollegen von Paketda.de (http://www.paketda.de/logistik-sparversand.php). Krass: Das liegt tatsächlich an den Internet-Marken. Hier die Zusammenfassung von deren Recherchen:
Um das Prinzip des Sparversand zu verstehen, muss man wissen, dass die Deutsche Post zwei unterschiedliche Prioritäten für die Sendungsbeförderung hat: Schnell und weniger schnell. Im schnellen Transportnetz werden Standardbriefe, Postkarten, etc. über Nacht transportiert. Alles, was zum Normalpreis frankiert wurde, wird von der Deutschen Post i.d.R. binnen 24 Stunden beim Empfänger zugestellt. Demgegenüber gibt es auch rabattierte d.h. günstigere Versandformen, wie z.B. Warensendungen. Solche Sendungen bearbeitet die Deutsche Post tagsüber, wenn im Postzentrum nicht soviel zu tun ist und belohnt  dies mit günstigerem Porto. Denn dadurch werden die Postzentren in der Nacht entlastet und tagsüber besser ausgelastet, was sich vor allem betriebswirtschaftlich rechnet. Für die Post jedenfalls.

Dazu muss die Post, bzw. die Rechner und Scanner, die die Post beim Eingang einlesen, natürlich erst mal erkennen und unterscheiden, was denn „schnelle Post“ ist und was nicht. Und genau da liegt das Problem mit den Internet-Marken: die Internetmarken enthalten einen Produktcode, der im Postzentrum eine automatische Trennung der Warensenbdung von Standardbriefen bewirkt. Wenn man z. B. einen regulären Großbrief für € 1,45 mit einer Internetmarke für € 1,65 frankiert (grade nichts anderes zur Hand), ist dieser definitiv nicht am Folgetag beim Empfänger, weil ihn die Sortieranlagen als Warensendung identifizieren. Mit klassischen Klebemarken auf der Warensendung scheint die Trennung nicht richtig zu funktionieren – und das ist auch gut so.

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Veröffentlicht am 9. Oktober 2012 in Shop und Co. und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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