Unsere Haut im Winter – für Viele ein Problem

Für uns norddeutschen Flachländler war der Winter bis Ende Januar eine feuchte, windige, aber nahezu frostfreie Angelegenheit. Auch wenn Wind und Regen manchmal durch die Regenjacke pusteten – für Leute wie mich, die unter lästigen Problemen mit trockener Haut leiden, ging es fast nicht besser. Schneeromantik und klirrende Kälte draußen verlieren schnell fast jeden Reiz, wenn als Belohnung für den Ausflug in die Winterkälte trockene, schuppige Gesichtshaut übrig bleibt. Der einzige Reiz, der mir bei frostigem Wetter bleibt, ist Juckreiz, und der wird auch nicht besser, wenn man endlich zu Hause angekommen ist. Heizung aufdrehen, und sich wärmen ist angenehm, aber das mollig-warme Klima in der Wohnung und der kalte Wind draußen haben leider eines gemeinsam: Die Luftfeuchtigkeit ist extrem niedrig. Und die Gesichtshaut sieht aus wie rohes Hackfleisch, wenn man nichts unternimmt.

winterlandschaft

Winter im Tecklenburger Land

Man muss weder Physiker noch Dermatologe sein, um zu verstehen, dass eine relative Luftfeuchte von mindestens 50% für unsere Haut gut ist, und warum. Trockenere Luft entzieht unserer Haut Wasser. Das ist rein physikalisch nicht anders, als wenn man ein Glas Wasser (Wassergehalt 100%) auf dem dem Küchentisch um 90 Grad dreht (auskippt): das Wasser fließt auf den Küchentisch ( 0% Wassergehalt), oder dasselbe in der Badewanne macht: Wassergehalt des Badewassers ca. 100%, Ergebnis: Das Wasser bleibt im Glas. Die kalte Luft, die die Hochdruckgebiete über Osteuropa für das klare Frostwetter a la Dr. Shivago zu uns bringen, zeichnen sich durch relative Luftfeuchten von 30% oder weniger aus. Die Luft kommt vom trockenen, osteuropäischen Festland zu uns, und nicht von der Nordsee oder von dem Atlantik, wo sie Feuchte tanken kann.

Und warum wird das in der heimischen, gut beheizten Wohnung nicht besser, sondern eher schlimmer?  Weil die relative Luftfeuchte von der Temperatur abhängt. Bei 0°C wird die Wasser (Feuchtigkeits-) Sättigung der Luft (100% relative Feuchte) schon bei 4,9 g Wasser/Kubikmeter erreicht. Bei 20°C sind es bereits 17,3 g Wasser/Kubikmeter, die für 100 % Feuchte nötig sind. Kalte Luft mit 100 % relativer Luftfeuchte, die im Winter durch das offene Fenster in die Wohnung dringt, enthält 4,9 g Wasser/Kubikmeter. Die strömt durch das Fenster in die warme Wohnung Aufgewärmt auf 20 Grad Celsius sind das nur noch 28 % relative Luftfeuchte für dieselbe frische Luft, ohne dass auch nur ein Tropfen Wasser verschwunden wäre. Darum heißt es ja „Relative“ Luftfeuchte (und nicht „absolute“), und diese physikalische Größe ist für unsere Haut von größter Bedeutung.

Unterhalb von ca. 50 % relativer Luftfeuchte gibt unsere Haut, ähnlich wie das Glas Wasser, welches  auf dem Küchentisch und nicht in der Badewanne umfällt, Wasser ab. Was dann weiter bei Winterwetter passiert, ist abhängig vom Hauttyp und vom Hautbild.

Der Hauttyp ist uns genetisch vorgegeben – leider. Das Hautbild, also die Erscheinung, wie wir uns nach aussen präsentieren, können wir allerdings selber beeinflussen. Dazu müssen wir zuerst mal wissen oder lernen, welchen Hauttyp wir eigentlich haben. Den: Unabhängig vom Hauttyp unterliegt das Hautbild den Einflüssen der Umwelt und unserer „zeitnahen Geschichte“. Toller Ausdruck, der aber nur besagt, dass man morgens schon an der Haut sehen kann, wer am Abend vorher zu lange unterwegs war und evtl. auch noch geraucht und getrunken hat. Sonne Wind und ständige Temperaturschwankungen trocknen die Haut ebenfalls aus. Das sind aber nicht die einzigen Faktoren; alles was man seinem Körper zuführt oder antut, innerlich sowohl als auch äußerlich hinterlässt Spuren. Ob es nun wenig Schlaf, ungesundes Essen, Stress oder Arbeit unter freiem Himmel bei jeder Witterung, oder oft einfach nur mangelnde Pflege ist – dagegen kann man was tun…

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Veröffentlicht am 1. Februar 2012 in Sanddorn, Shop und Co. und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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